Dollarnoten vor einer US-Fahne | Bildquelle: dpa

US-Notenbank Fed erhöht Leitzins um 0,25 Punkte

Stand: 13.06.2018 20:25 Uhr

Die US-Notenbank hat den Leitzins leicht um 0,25 Punkte angehoben. Er steigt damit auf das Niveau zwischen 1,75 und 2,0 Prozent - das höchste seit zehn Jahren. Es ist die zweite Anhebung in diesem Jahr.

Die US-Notenbank Fed strafft erneut die Zügel. Sie hob den Leitzins zum zweiten Mal in diesem Jahr an - auf die neue Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent. Zuletzt hatte es vor zehn Jahren und damit noch vor dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise eine Zwei vor dem Komma gegeben.

An den Finanzmärkten war die Anhebung nach entsprechenden Signalen von Fed-Führungsmitgliedern erwartet worden. Die Notenbank hatte bereits im März den ersten Schritt nach oben in diesem Jahr gewagt. Seit Februar ist der ehemalige Investmentbanker Jerome Powell neuer Chef der Notenbank. Er löste Janet Yellen ab, die den Leitzins stets sehr niedrig gehalten hatte.

In ihrem Ausblick signalisierten die Währungshüter nun, 2018 noch zwei Mal nachlegen zu wollen. Sie reagieren damit auf den anhaltenden Wirtschaftsaufschwung in den USA, der durch die radikale Steuerreform von Präsident Donald Trump zusätzlich verstärkt werden könnte.

Ausgleich zu Inflation und Wirtschaftsboom

Mit der Leitzinserhöhung steigen zunächst die Kosten für Geld, das Banken sich über Nacht untereinander leihen. Doch dadurch werden tendenziell auch Kredite für Unternehmen und Verbraucher teurer. So kann die Notenbank die brummende Konjunktur bremsen und einer möglicherweise drohenden Überhitzung der Wirtschaft entgegenwirken.

Zugleich muss die Notenbank zunehmend aufpassen, dass die Teuerung nicht aus dem Ruder läuft. Die Jahresinflationsrate erreichte im Mai mit 2,8 Prozent den höchsten Wert seit mehr als sechs Jahren.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 13. Juni 2018 um 20:44 Uhr.

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