Capitol Hill in Washington | Bildquelle: AFP

Reaktionen aus den USA Skepsis über Trumps Zugeständnisse

Stand: 12.06.2018 19:40 Uhr

Historisch ja - aber erfolgreich? Neben euphorischen Reaktionen gibt es in Washington Skepsis über Trumps Entgegenkommen auf dem Nordkorea-Gipfel. Die Republikaner im Kongress wollen nun mehr mitreden.

Von Jan Bösche, ARD-Studio Washington

Das Treffen war historisch, da sind sich viele Beobachter in den USA einig. Aber, war es auch erfolgreich? Die Frage beantworten sie höchst unterschiedlich. Der frühere Trump-Berater Sebastian Gorka war bei Fox News hingerissen: "Das ist atemberaubend. Das ist eine Diktatur, man muss immer vorsichtig sein. Aber die Staatchefs haben sich innerhalb eines Tages getroffen und eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, über die komplette Denuklearisierung Nordkoreas und andere Themen. Das übersteigt alle Erwartungen. Hier wird Geschichte gemacht."

Gorkas Argument: Seit 25 Jahren schon versuchten US-Präsidenten, die Probleme mit Nordkorea zu lösen. Es könne keinen größeren Unterschied geben zwischen den 25 Jahren und den letzten 500 Tagen.

Sebastian Gorka | Bildquelle: AFP
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Sebastian Gorka lobte den Gipfel in den höchsten Tönen.

Früher schon konkretere Zusagen

Viele Nordkorea-Experten sind weitaus skeptischer. Victor Cha zum Beispiel, er war der Korea-Berater von George W. Bush. Cha bezweifelte bei NBC, dass es beim Thema Denuklearisierung wirklich Fortschritte gegeben hat: "Das Statement zur Denuklearisierung ist so ausgedehnt, da kann man mit einem Lastwagen durchfahren. Kein Zeitplan, nichts zu biologischen Waffen, nicht zu Langstreckenraketen."

Cha sagte, Präsident Bush habe damals konkretere Zusagen von Nordkorea bekommen - die später allerdings nicht eingehalten wurden.

Das Treffen von Trump und Kim war nur der Anfang - das wird in Washington immer wieder betont. Manche fragen, ob Trump dafür einen zu hohen Preis bezahlt hat. Er hatte ja versprochen, die gemeinsamen Militärmanöver von USA und Südkorea zu stoppen und sie als "provozierend" bezeichnet. Das ist eigentlich die nordkoreanische Sichtweise.

Positives Echo auf Trump-Kim-Treffen
tagesschau 20:00 Uhr, 12.06.2018, Martin Polansky, ARD Berlin

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Ein erhebliches Zugeständnis

Der frühere CIA-Chef Michael Hayden sagte: "Der Präsident hat entschieden, dass er dieses Zugeständnis braucht, um voranzukommen. Aber das ist das einzige Zugeständnis, das es gegeben hat. Die Nordkoreaner haben nichts Neues mitgebracht. Das einzig Neue ist, dass wir unsere jährlichen Manöver mit unseren südkoreanischen Verbündeten stoppen. Das ist es erhebliches Zugeständnis."

US-Senator Lindsey Graham | Bildquelle: AFP
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US-Senator Lindsey Graham betonte, die republikanischen Abgeordneten wollten mitreden bei den Entscheidungen zu Nordkorea.

Im Kongress machen auch Republikaner deutlich: Was auch immer Trump mit solchen Zugeständnissen erreicht, sie wollen mitreden, bevor die Korea-Politik der USA geändert wird. Der republikanische Senator Lindsey Graham sagte: "Ein Kriegsspiel abzusagen wird auf lange Sicht nicht viel bedeuten. Ich bin klar dagegen, unsere Truppen abzuziehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dafür zu stimmen. Das würde Asien destabilisieren - das will China, das würde die Welt aber nicht friedlicher machen. Das Ziel ist, dass Nordkorea sein Raketenprogramm aufgibt, für Sicherheit und Wohlstand."

Die USA müssten dafür sorgen, dass Nordkorea sein Atomwaffenprogramm aufgibt, friedlich oder militärisch, so Graham.

ARD-Brennpunkt: Der Gipfel USA-Nordkorea
Berichte und Analysen zum Treffen in Singapur

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Erste US-Reaktionen auf Trump-Kim-Gipfel
Jan Bösche, ARD Washington
12.06.2018 19:42 Uhr

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Über dieses Thema berichtete am 12. Juni 2018 Deutschlandfunk um 18:15 Uhr und die tagesschau um 20:00 Uhr.

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