Ein maskierter Demonstrant bei den Protesten in Gaza | Bildquelle: REUTERS

Nach Trumps Jerusalem-Entscheidung Hamas ruft zu Intifada auf

Stand: 07.12.2017 10:30 Uhr

Die Hamas hat ihre Ankündigung nach Trumps Jerusalem-Entscheidung wahr gemacht und zu einer neuen Intifada aufgerufen. Zwischen Israelis und Palästinensern könnte es nun wieder zu Gewalt kommen. Israel stockte unterdessen sein Militär im Westjordanland auf.

Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas hat zu einer neuen Intifada aufgerufen. Der Aufstand sollte ins Herz des "zionistischen Feindes" getragen werden, sagte der Anführer der Gruppe, Ismail Hanija. Damit reagiert die Hamas auf die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen und Jerusalem offiziell als Hauptstadt Israels anzuerkennen.

Mike Lingenfelser, ARD Tel Aviv, zum Protest-Aufruf der Hamas
tagesschau24 11:30 Uhr, 07.12.2017

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Hanija sagte seinen Anhängern, die Entscheidung der USA sei eine "Aggression gegen unser Volk und ein Krieg gegen unsere Heiligtümer". Der Aufstand solle am Freitag beginnen, dem für Muslime wichtigen Gebetstag. "Wir wollen, dass der Aufstand andauert, damit Trump und die Besatzung diese Entscheidung bereuen", sagte Hanija.

Israel verstärkte unterdessen seine Präsenz im besetzten Westjordanland. Nach einer Beratung habe der Generalstab entschieden, mehrere zusätzliche Bataillone ins Westjordanland zu verlegen, teilte das Militär mit. Weitere Soldaten seien in Alarmbereitschaft versetzt worden - als Vorbereitung der Armee auf "mögliche Entwicklungen", hieß es.

Demonstrationen in den Palästinensergebieten

Am Mittwoch war es im Gazastreifen sowie in verschiedenen Städten im Westjordanland bereits zu ersten Protesten gekommen. In Gaza verbrannten Demonstranten Bilder von Trump, US-Flaggen und Autoreifen. Die Hamas sprach von einer "Kriegserklärung" und einem "Akt der Aggression" seitens der USA.

In beiden Regionen gibt es heute zudem einen Generalstreik: Öffentliche Einrichtungen, Geschäfte, Schulen und Banken blieben geschlossen. Das palästinensische Bildungsministerium gab den Lehrern frei und rief diese sowie die Studenten an den Universitäten zur Teilnahme an den Demonstrationen auf.

Jerusalem-Entscheidung lässt Nahost-Konflikt aufkochen
tagesschau 12:00 Uhr , 07.12.2017, Markus Rosch, ARD Tel Aviv

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Die dritte Intifada der Palästinenser

Die Palästinenser haben bereits zum dritten Mal zu einer Intifada gegen Israel aufgerufen: Während der als "Krieg der Steine" begonnenen ersten Intifada von 1987 bis 1993 verloren etwa 2200 Palästinenser und 200 Israelis ihr Leben. Bei der "Al-Aksa-Intifada" von 2000 bis 2005 starben mehr als 3500 Palästinenser und mehr als 1000 Israelis.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verurteilte die Entscheidung des US-Präsidenten. Als Vermittler in der Region hätten sich die USA nun disqualifiziert. "Die Taten Amerikas stellen einen Rückzug von seiner Rolle bei der Unterstützung des Friedensprozesses dar."

Der US-Präsident hatte trotz internationaler Warnungen am Mittwoch erklärt, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Er bezeichnete dies in einer Rede im Weißen Haus als einen "lange überfälligen Schritt", um den Friedensprozess im Nahen Osten voranzubringen. Zugleich bekannte er sich zur Zwei-Staaten-Lösung, wenn diese von beiden Konfliktparteien gewünscht werde.

Die Entscheidung hatte weltweit Besorgnis hervorgerufen. Diplomaten, Politiker und Wissenschaftler sehen darin eine große Gefahr für den Friedensprozess in Nahost.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 07. Dezember 2017 um 04:58 Uhr.

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