Ein Mitarbeiter der französischen Staatsbahn SNCF hilft einem Reisenden am Gare de Lyon in Paris | Bildquelle: AFP

Macron setzt sich durch Frankreich beschließt umstrittene Bahnreform

Stand: 14.06.2018 12:42 Uhr

Mitarbeiter der französischen Staatsbahn SNCF müssen sich auf Einschnitte vorbereiten. Das Parlament hat die umstrittene Bahnreform beschlossen. Eisenbahngewerkschaften hatten das mit Streiks zu verhindern versucht.

Frankreichs Parlament hat die heftig umstrittene Bahnreform endgültig angenommen. Der Senat stimmte mit großer Mehrheit für das Gesetz zum Umbau der Staatsbahn SNCF. Vor den Senatoren hatte am Mittwoch bereits die Nationalversammlung einem Kompromiss zugestimmt, den ein Vermittlungsausschuss der beiden Parlamentskammern ausgehandelt hatte.

Das Vorhaben galt als wichtige Bewährungsprobe für den Reformkurs von Präsident Emmanuel Macron. Er hat sich damit gegen die Gewerkschaften durchgesetzt. Sie protestieren seit April mit der längsten Streikwelle seit Jahrzehnten gegen die Pläne.

Kein beamtenähnlicher Eisenbahner-Status mehr

Emmanuel Macron, Präsident Frankreichs, spricht während einer Pressekonferenz in Kanada. | Bildquelle: AFP
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Emmanuel Macron hat die Bahnreform durchgesetzt. (Archiv)

Die Reform soll die hoch verschuldete SNCF sanieren. Sie wird nach dem Vorbild der Deutschen Bahn in eine staatliche Kapitalgesellschaft umgewandelt, neue Mitarbeiter bekommen von 2020 an nicht mehr den beamtenähnlichen Eisenbahner-Status.

Der Personenverkehr auf der Schiene wird zudem, wie auf EU-Ebene vereinbart, schrittweise für den Wettbewerb geöffnet.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 14. Juni 2018 um 12:45 Uhr.

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